Die Weidelgräser sind innerhalb der Einkeimblättrigen eine andere Pflanzenfamilie, sie fördern daher die Getreidekrankheiten wenig bis nicht. Getreide mit den Untersaaten, die Weidelgräser enthalten, steht nach bisheriger Beobachtung gesünder, reagiert weniger (nicht immer) auf Krankheiten. Das ist der Mischkultureffekt. Er setzt aber die ausreichende Entwicklung der Untersaat voraus, die bei Herbstuntersaat eher gegeben ist als bei Frühjahrsuntersaat.  Eine begleitende, idealerweise entsprechend der Kinsey-Empfehlung, für die Kultur gegebene Düngung fördert die Widerstandsfähigkeit der Pflanzen , z.B. reduziert die Schwefeldüngung den Septoriadruck. Ebenso lässt sich mit vitalisierenden Battspritzungen die Anfälligkeit gegen Krankheiten reduzieren.

Nicht die einzelne Maßnahme, sondern die Wechselbeziehungen zwischen den Maßnahmen lässt die Wirkungen entstehen. Um die eigene Erfahrung zu verbessern, gehört der Vergleich mit einer unbehandelten Parzelle – und die eigene Beobachtung –  dazu!