Das Redoxpotential kann als elektrische Spannung in Millivolt (mV) gemessen werden. Zeitgleich wird der pH-Wert festgestellt. Ein negatives Redoxpotential weist auf Energieaufnahme des Stoffwechsels, aber auch Energiespeicherung und damit Bildung komplexer Moleküle, wie Humus, hin. Ist das Redoxpotential positiv, zeigt sich Energiefreisetzung (Strom fließt zum positiven Pol!) durch Stoffabbau, ähnlich wie in der Verbrennung. Es bilden sich kurzkettige Verbindungen. Ist im Stoffwechsel das Umsteuern in eine reduktive Phase behindert, werden die Ausgangsstoffe bis zur Mineralisierung und damit Freisetzung von Wasser, CO2 und Methan abgebaut. Bodenproben zur Redoxmessung sollten aus dem Wurzelbereich der Kultur entnommen werden.

© Dietmar Näser, Friedrich Wenz. Stand: Nov. 2019