(KAK, engl. CEC)
Der Ton-Humus-Komplex kann durch seine negative Ladung basische Nährstoffe (Kationen) festhalten, das ist seine Kapazität. Der Humusanteil hat eine mehrfach höhere Kationenaustausch-Kapazität, deshalb ist die Humusbildung im Boden so entscheidend für die Nährstoffbindung im Boden. Ist der Humusgehalt gering, wird die Austauschkapazität vom Tongehalt des Bodens abhängig. Die Austauschvorgänge sind in mineralisch geprägten Böden schlechter, es kommt zu Nährstoffverlusten, Mangelsituationen in der Kultur (auch bei normalen Nährstoffgehalten) nehmen zu.
Die potentielle und die aktuelle Kationenaustausch-Kapazität werden durch unterschiedlich „scharfe“ Extraktion festgestellt. Die Differenz ist ein Maß für den Belebtheitsgrad des Bodens. Belebte Böden haben 90−100 % aktuelle Kationenaustausch-Kapazität im Verhältnis zur potentiellen Kationenaustausch-Kapazität.

© Dietmar Näser, Friedrich Wenz. Stand: Nov. 2019